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SV Bergheim

Entwicklung der Sportanlage des SV Bergheim am Langen Berg

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"Unterhaltungsverein Frohsinn" 1906

Der in den Jahren 1906/07 gegründete„ Unterhaltungsverein Frohsinn" war die Urzelle unseres heutigen Sportvereins. Der Gedanke, die Gemeinschaft zu pflegen, war damals wie auch heute noch Sinn und Mittelpunkt. Bis kurz vor dem 2. Weltkrieg bestand die Tätigkeit des Vereins im reinen Unterhaltungsangebot. Vereinzelt wurde schon Fußball gespielt. 

Gründung des Sportabteilung Fußball 1946

Im Jahre 1946 regte sich in der jungen Generation der Wunsch, dem Verein in einer neuen Form, neues Leben zu geben. Eine Sportabteilung Fußball, sollte an das Unterhaltungsangebot angeschlossen werden, was von einer breiten Mehrheit des Vereins befürwortet wurde.

In Ermangelung eines eigenen Sportplatzes, wurde auf angepachteten Wiesengrundstücken gespielt. Dem ersten Platz bei Bannacker folgte eine Wiese, in der Inninger Flur gelegen, die auch nur umständlich über ungenügend ausgebaute Feldwege erreicht werden konnte. Nachdem damals schon voraussehbar war, daß es sich nur um eine Zwischenlösung handeln kann, wurden keine allzu großen Investitionen getätigt. Die Sanitär- und Umkleideanlagen wurden auf ein Mindestmaß beschränkt.

Das alte Vereinsheim von 1949 bis 1969

Mit dem Erwerb einer ehemaligen Wehrmachtsbaracke, die als Überbleibsel in der Kiesgrube am Langen Berg stand, war es dem damaligen Vorstand Sepp Müller 1949 gelungen, ein Vereinsheim zu schaffen. Damit wurde der Verein erstmals auf dem Grundstück der Mößmann Stiftung, die in der Verwaltung der Gemeinde Bergheim stand, sesshaft. Angemerkt sei, dass nicht nur die Jugend in den Genuss der Stiftung kam. In einem Teil der Hangfläche die landwirtschaftlich nicht zu nutzen war, wurde ca. 100 Jahre lang, der für den Unterhalt der Gemeindestraßen erforderliche Kies abgebaut. Ein Kostenfaktor, der wiederum der gesamten Bevölkerung zugute kam.

Der Wunsch das Spielfeld nun auch näher an das Sportheim heranzurücken, gelang für die Jahre 1950/51 auf der Fläche des Landwirts Anton Förg, hinter dem Forstamt. Aber wie gesagt nur für 2 Jahre. Sodann musste wiederum auf das vorherige Grundstück zurückgegriffen werden.

Der "alte" Sportplatz 1956

Um der aufkeimenden Resignation der Spieler entgegenzuwirken, gelang es der damaligen Vereinsführung im Jahre 1955 von der Gemeinde ein weiteres Grundstück der Mößmannstiftung in unmittelbarer Nähe des Vereinsheimes anzupachten. Ein mit vielen freiwilligen Leistungen erstellter Platz, konnte am 5. August 1956 seiner Bestimmung übergeben werden. 

Der alte Sportplatz bei der Einweihung 1956

Man wagte es nicht zu ahnen, dass damit eine steile Aufwärtsentwicklung des Vereins eingeleitet wurde. Um nun die Sesshaftigkeit auf diesem Platz abzusichern, wurde mit der Gemeinde am 12.1.1960 ein Erbbaurechtsvertrag für eine Teilfläche, der der Mößmann Stiftung gehörenden Grundstücksflächen abgeschlossen. 

Bau des neuen Sportheims 1968

Unter der stetigen Aufwärtsentwicklung des Vereins und der damit verbundenen wachsenden Mitgliederzahl, war das Vereinsheim - das zwischenzeitlich auch an Altersschwäche litt - den Anforderungen nicht mehr gewachsen. Die Sanitär- und Umkleideanlagen verlangten ebenfalls nach einer, dem Spielbetrieb angepassten, Lösung. So entschloss sich die damalige Vereinsführung unter Johann Dietmair, trotz einer unzulänglichen Finanzlage, ein neues, massives Heim zu erbauen. 

Bau des jetzigen Sportheims 1968

Unter äußerster Anstrengung, durch Leistung unzähliger Arbeitsstunden, gelang das Werk. Die sich anbahnende Ausdehnung der Sportarten im Verein wurde berücksichtigt, mit dem Einbau einer Kegelbahn sowie eines Raumes für die inzwischen gebildete Schützenabteilung.

Das neue Sportheim 1968

Das alte Heim, das von vielen vergnügten Stunden hätte erzählen können, wurde der Spitzhacke geopfert! Mit der Zunahme der Bevölkerungszahl, wurde der Ruf nach mehr Breitensport unüberhörbar. Voraussetzung für einen geordneten Spielbetrieb war nun auch der Ausbau eines Trainingsplatzes und eines Hauptspielfeldes. 

Sportplatzerweiterung 1973-1976

Unter der nunmehrigen Vereinsleitung von Andreas Meitinger bahnte sich eine neue Aufgabe an. Die Sportplatzerweiterung war Mittelpunkt aller Sitzungen. Nachdem dieses Projekt mit sehr hohen Investitionen verbunden war, ging es zunächst um die Absicherung weiterer Flächen. Mit dem Zusatzvertrag vom 15.3.1972 wurde von der Gemeinde die Restfläche aus dem Mößmann-Grundstück zur entsprechenden Nutzung überlassen.

Erdbewegungen beim Bau der neuen Sportplätze

In den Jahren 1973/74/75 wurde das 1/2 Millionen Projekt, das auch noch 3 Tennisplätze beinhaltete, ausgeführt und am 23. Juli 1976 seiner Bestimmung übergeben.

Die Tennisplätze 1976

Doch nicht genug damit! Neue Sportarten meldeten sich zu Wort. Sehr bald bildete sich eine Volleyballabteilung und eine Gymnastikgruppe, die ihre Tätigkeiten jedoch in fremden Räumen ausüben mussten. Der Ruf nach einer vollwertigen Sporthalle wurde immer lauter. Andreas Meitinger, als Vorstand ein zäher Verfechter dieser Notwendigkeit, ging unbeirrt seinen Weg, um diese Lücke zu schließen. 

Planung und Bau der Mößmann Halle 1983-85

Der vom Architekturbüro Kirchner + Kuhn erstellte Plan einer Mehrzweckhalle, wurde von den Mitgliedern gut geheißen. So entstand, nach umfangreichen Verhandlungen über die Finanzierung, dieser prächtige Bau, der sich einmalig in die Anlage, als auch in die Landschaft einfügt. Nachdem nun der Sportverein auf einer Fläche von 3,6 ha ein vielseitiges Angebot an Sport und Unterhaltung bietet, gilt es sich eines Mannes zu erinnern, der dies erst überhaupt möglich gemacht hat:

Franz Xaver Mößmann !

Bei der Jahresversammlung am 29.03.1985 wurde der einstimmige Beschluss gefasst, die neue Mehrzweckhalle solle künftig den Namen "Mößmannhalle" tragen.

Weitere Informationen zum Bau der Mößmannhalle
Weitere Informationen zur Mößmann Stiftung

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