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SV Bergheim

Sommersport hat auch im Winter Konjunktur

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--- az Bericht vom 29. Dezember 2000 ---

In Bergheim hat Beachvolleyball Hochsaison - Jeden Donnerstag um 19 Uhr Training

Sie tragen knackige Shorts, enganliegende Oberteile und bunte Schirmmützen. Ihre gebräunten Körper springen im warmen Sonnenlicht dem Ball entgegen. Unter ihren Füßen ist Sand, vor ihren Augen Natur. Die Rede ist von Beachvolleyballspielern. Freilich, so sieht es zur Zeit nicht aus, wenn die Bergheimer Beachvolleyballer ihrem Sport frönen. Denn in der kalten Jahreszeit spielen sie warm bekleidet in der Halle.

Beachvolleyball wird in Bergheim seit Sommer 1998 gespielt. „Das Ganze ist aus einer Bierlaune heraus entstanden", erinnert sich Beachvolleyballer Horst Rupp schmunzelnd zurück. Und sein Mannschaftskamerad Wolfgang Bertl fügt hinzu: „Ja, es war ursprünglich ein Gag. Aber ein paar Tage später haben wir die Idee wieder aufgegriffen und gesagt: Warum eigentlich nicht?" Gesagt, getan. Allerdings gestaltete sich die Umsetzung schwierig: „Die Meinung im Verein war, dass ein Beachvolleyballfeld nach Kalifornien gehöre", so Wolfgang Bertl.

Neben diesen internen Widerständen erschwerten behördliche Genehmigungen und hohe Kosten das Bauvorhaben. Im Sommer 1998 war der Bergheimer Beachvolleyballplatz dann aber doch fertig- die Probleme gehörten der Vergangenheit an. Und es wurde Pionierarbeit geleistet: „Unser Beachvolleyballplatz war sicher einer der ersten in Augsburg", so Wolfgang Bertl.

Inzwischen spielen in Bergheim fünf Frauen und elf Männer Beachvolleyball. Einmal wöchentlich hechten sie gemeinsam den Bällen nach: Jeden Donnerstag um 19 Uhr in der Sporthalle des SV Bergheim. Ein-einhalb Stunden lang gibt es für diese 16 Personen dann nur Beachvolleyball. „Im Sommer spielen wir allerdings öfter", erklärt Wolfgang Bertl. Und Horst Rupp wirft ein: „Neue Mitspieler sind übrigens willkommen." Diese müssen nicht unbedingt dem SV Bergheim angehören: „Wir sind nicht alle Vereinsmitglieder, sondern spielen als private Gruppe", erklärt Mannschaftskollegin Agathe Posch. Volleyballkenntnisse sollten Neuzugänge allerdings haben, so Posch und Bertl.

--- Die Bergheimer Beachvolleyball-Spieler zusammen mit dem Vorsitzenden des SV Bergheim, Andreas Meitinger. (Bild: Susanne Lepold) ---

Im Sommer veranstalten die Bergheimer Beachvolleyballer ein Turnier. In diesem Jahr fand es bereits zum zweiten Mal statt. Agathe Posch erinnert sich: „ Es war ein offenes Turnier. Bedingung war, dass nur Hobbymannschaften wie wir teilnehmen." Rund ein Dutzend Mannschaften kämpften damals in Bergheim um den Sieg. Und um Sachspenden, die gewonnen werden konnten. Einen Pokal haben die Bergheimer jedoch ganz bewusst nicht ausgesetzt. Es gehe mehr um das Spielen an sich als ums Siegen, so Posch. Und um die Atmosphäre: „Das Beachmäßige daran sind neben unserer Kleidung die Drinks, die es am Abend gibt", findet Agathe Posch.

Da, komme dann schon etwas „Hawaii Flair" auf. Doch auch wenn es zur Zeit nicht so ganz wie am Strand von Waikiki Beach auf Hawaii wirkt: Auch in der kalten Jahreszeit ist Beachvolleyball durchaus eine Sportart mit Konjunktur.


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