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SV Bergheim

Beach-Volleyball auch ohne Meeresstrand

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--- az Bericht vom 12. August 1999 ---

Vereinsmitglieder des SV Bergheim helfen beim Aufbau mit - Keine feste Mannschaft

Die besten Ideen entstehen meistens spontan. So war's wohl auch mit dem Beachvolleyball-Feld des SV Bergheim: „Eines abends sag ich mit ein paar anderen Vereinsmitgliedern zusammen", erzählt Wolfgang. Bertl, stellvertretender Vorsitzender des Vereins. „Wir überlegten uns eigentlich eher zum Spaß, was man alles bräuchte, um das Sportvereinsgelände für eine karibische Nacht zu verwandeln."

Sonne, Sand, Meer und Cocktails gehören zur Südsee und wo ein Strand ist, muss eben auch ein Beachvolleyball-Feld her. Letzteres ließ sich nach einigem Hin und Her in die Tat umsetzen. „Anfangs stießen wir mit unserem Vorschlag auf einigen Widerstand. Manche Mitglieder waren der Meinung, der SV Bergheim sei in erster Linie ein Fußballverein", so Wolfgang Bertl. „Da gehöre ein Volleyball Feld nicht her." Des Weiteren wurden zu hohe Kosten befürchtet.

Die guten Argumente gingen den Hauptinitiatoren Wolfgang Bertl, Horst Rupp und Andreas Meitinger (Vorsitzender des Sportvereins) nicht aus: In erster Linie sollte das Volleyball-Feld der Bergheimer Jugend zur Verfügung stehen. „Bergheim hat für junge Leute einfach sehr wenig zu bieten", erklärt Wolfgang Bertl. „Jetzt können sie sich wenigstens im Sommer beim Volleyball austoben." Etwas abseits von Fußballfeld und Halle, am Waldrand gelegen, kann pritschen und baggern, wer will. Auch auswärtige Volleyball Begeisterte können das Feld mieten.

--- Ein Bachvolleyball-Feld gibt's in Bergheim. (Bild: Stuber) ---

„Wir wollten möglichst viel selber machen, um Kosten zu sparen", so Wolfgang Bertl. „Wir erkundigten uns zunächst im Friedberger Freibad, was man alles für ein richtiges Beachvolleyball-Feld braucht. Dann gingen wir eigenhändig ans Werk." Die Stan- für, das Netz fertigte Rupp, der eigentlich begeisterter Fußballer ist. Mittlerweile lässt er sich nur ungern einen Satz Volleyball entgehen.

„Das Schönste daran ist, dass wir spielen können, wann und wie wir wollen", so Horst Rupp. Da kein festes Volleyball-Team bestehe, gebe es keine Spiele für die trainiert werden müsse und keinerlei verpflichtende Trainingszeiten. 30 Zentimeter spezieller Mainsand mit niedrigem Lehmanteil liegt auf einer80 Zentimeter dicken Kiesschicht. „Es haben sämtliche Vereinsmitglieder mitangepackt, so konnten wir die Kosten mit 8500 Mark relativ niedrig halten", erklärt der stellvertretende Vorsitzende.

Der Traum von der Südsee war bei all dem Stress jedoch nicht in Vergessenheit geraten. Nach dem Einweihungsturnier feierten zirka 130 Gäste unter dem Motto einer Karibischen Nacht die gelungene Verwirklichung einer spontanen Idee.


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